Unser Kinoprogramm
Der letzte Walsänger
In dem spannenden Unterwasser-Abenteuer „Der letzte Walsänger“ geht es um Freundschaft, Familie und Mut. Vincent ist ein junger Buckelwal und der Enkel des letzten großen Walsängers, dessen magischer Gesang die Ozeane schützte. Von ihm hat Vincent gelernt, wie stark ein Lied sein kann. Doch nach dem Verlust seiner Eltern ist Vincent unsicher und glaubt erst nicht an sich selbst. Dann taucht plötzlich der Leviathan auf, ein riesiges, furchterregendes Seeungeheuer, das mit seiner giftigen Tinte das Meer bedroht. Vincent muss lernen, mutig zu sein, um die Ozeane zu retten. Auf seiner Reise bekommt er Hilfe von Walter, einem ordentlichen Schiffshalterfisch, der alles genau plant und immer für Vincent da ist, und von Darya, einer mutigen Orca-Kämpferin, die keine Angst kennt und Vincent ermutigt, über sich hinauszuwachsen. Zusammen erleben die drei Freunde ein aufregendes Abenteuer voller Überraschungen, wilder Strömungen und geheimnisvoller Unterwasserwelten. Vincent entdeckt, dass sein eigenes Lied mächtiger ist, als er dachte, und dass in ihm ein wahrer Held steckt. „Der letzte Walsänger“ ist eine bezaubernde Geschichte über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt – perfekt für Kinder, die Abenteuer unter Wasser lieben.
Gelbe Briefe
Das Drama Gelbe Briefe begleitet ein Künstlerpaar aus der türkischen Theaterszene, das nach politisch gedeuteten Äußerungen seine Existenz verliert. Der plötzliche Bruch zwingt beide, Haltung und Grenzen neu zu überdenken – und stellt ihre Ehe sowie das Verhältnis zur Tochter auf eine harte Probe.
Der Film Gelbe Briefe von Ilker Çatak beginnt mit dem Leben eines Künstlerpaares, das ganz der Bühne gehört. In der türkischen Theaterszene haben sie sich eine Existenz aufgebaut – bis ein politischer Schatten über ihr Leben fällt. Nach Äußerungen, die als regierungskritisch gelten, verlieren beide ihre Arbeit. Plötzlich steht alles infrage: ihre Karriere, ihre Überzeugungen, ihre Zukunft. Doch der Film spielt mit einer subtilen Verschiebung der Realität: Die türkischen Städte, in denen die Handlung angesiedelt ist, stehen explizit auch für deutsche Orte. Diese filmische Strategie erzeugt eine irritierende Nähe – als würde die Geschichte zugleich weit entfernt und doch unmittelbar vor der eigenen Haustür stattfinden. Während der äußere Druck wächst, verlagert sich das Drama ins Private. Misstrauen, Angst und moralische Konflikte schleichen sich in den Alltag der Familie. Die Ehe gerät ins Wanken, und auch das Verhältnis zu ihrer jugendlichen Tochter wird zunehmend belastet. In stillen Momenten und schmerzhaften Gesprächen zeigt Gelbe Briefe, wie politische Macht bis in die intimsten Räume eines Lebens vordringen kann – und wie brüchig Freiheit wird, wenn sie plötzlich verteidigt werden muss.
Nouvelle Vague
Nouvelle Vague ist ein Filmdrama von Richard Linklater. In der Hauptrolle verkörpert Zoey Deutch die US-Schauspielerin Jean Seberg. Der Film erzählt von der Entstehung des Klassikers Außer Atem von Jean-Luc Godard, der als eines der prägenden Werke der namensgebenden Nouvelle Vague gilt.
Der neue Film Nouvelle Vague von Richard Linklater ist mehr als nur ein Kinofilm – er ist eine Liebeserklärung an die revolutionäre Energie des Kinos. Im Mittelpunkt steht die legendäre Entstehung von Außer Atem (Orig.: À bout de souffle“), dem Film, mit dem Jean-Luc Godard 1960 die Nouvelle Vague mitprägte. Linklater blickt hinter die Kulissen dieses historischen Moments und zeigt, wie eine Gruppe junger Filmschaffender mit Mut, Improvisation und radikalen Ideen das Kino für immer veränderte. Das Besondere an Nouvelle Vague: Der Film versucht nicht nur, diese Zeit zu erzählen – er lässt sie wieder aufleben. Gedreht in stilistischer Nähe zum Original, mit leichter Kamera, spontanen Szenen und der Energie der Straße, vermittelt er genau den Geist der Bewegung, die das klassische Kino auf den Kopf stellte. So wird der Film selbst zu einer Hommage an kreative Freiheit und filmische Experimentierlust. Gleichzeitig zeigt Linklater, warum diese Bewegung bis heute nachwirkt. Ohne die Ideen von Godard und seinen Mitstreitern gäbe es viele moderne Filme so nicht – auch Linklaters eigenes Werk trägt diese Handschrift. Nouvelle Vague ist damit nicht nur ein Film über Filmgeschichte, sondern ein lebendiges Porträt eines künstlerischen Aufbruchs. Für alle, die Kino lieben, ist er eine Einladung, den Moment zu erleben, in dem eine neue Filmsprache geboren wurde.
Winter in Sokcho
Silent Friend
On the wave
Der 1985 in Esslingen am Neckar geborene Sebastian Steudtner zählt zu den erfolgreichsten Surfern der Welt. Er erhielt schon dreimal den begehrten Award für den Ritt auf der größten Welle des Jahres und hält aktuell den Weltrekord für die größte jemals gesurfte Welle im portugiesischen Nazaré.
Aufgewachsen fernab vom Meer in Nürnberg, fühlt sich der Ausnahmesportler schon in seiner Kindheit zum Wasser hingezogen. Er wandert im Alter von nur 16 Jahren allein nach Hawaii aus, wird Ziehsohn einer nativen hawaiianischen Familie und lernt in der Wiege der Surfkultur das waghalsige Spiel in der Brandung von Grund auf. Als er in Jaws vor Maui, einem der anspruchsvollsten Surfspots der Welt, den legendären Big Wave Surfer Laird Hamilton erlebt, gibt es für ihn nur noch ein Ziel: selbst professioneller Big Wave Surfer zu werden. Mit Zielstrebigkeit und hartem Training schafft er es 2010 scheinbar aus dem Nichts den „Surf Oscar“ für die größte Welle des Jahres zu gewinnen. Doch als Außenseiter in der hyperkompetitiven und abgeschotteten US-West-Coast-Surfer-Community erntet er dafür nur Spott und Ablehnung. Zurück in Europa fängt er wieder bei null an und findet schließlich im portugiesischen Nazaré eine neue sportliche Heimat. Hier stellt er nicht nur seinen Big Wave Weltrekord auf, sondern er macht das verschlafene Küstendorf auch zu einem der angesagtesten Surfspots der Welt. In einer Collage aus Interviews mit engen Weggefährten und Legenden des Surfsports, atemberaubenden Landschaftsaufnahmen, faszinierenden Surfszenen und unveröffentlichten Privataufnahmen ist „On the wave“ das mitreißende Portrait eines Grenzgängers und Außenseiters, der trotz aller Rückschläge die Welt des Surfens für immer verändert hat.
Ein Sommer zwischen Selbstfindung und Salzwasser – Reisevortrag über die Azoren, Wale und große Träume
Father Mother Sister Brother
Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land. FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. In lose verbundenen Episoden wird der Begriff "Familie" in seine schmerzhaftesten Einzelteile zerlegt. Jede Geschichte fokussiert eine Beziehung – zum Vater, zur Mutter, zu Schwester und Bruder – und zeigt Menschen an Wendepunkten ihres Lebens, an denen Nähe genauso weh tut wie Distanz. Äußere Handlung ist dabei zweitrangig: Es geht um Begegnungen, um verpasste Chancen, um das, was nie ausgesprochen wurde und trotzdem alles bestimmt. Die Dialoge sind knapp, Pausen sprechen lauter als Worte, und jede Episode hat ihren eigenen Tonfall – von trockenem Humor bis zu melancholischer Schwere. Die Inszenierung vertraut auf Beobachtung und zwingt das Publikum, zwischen den Zeilen zu lesen. Genau darin liegt ihre Stärke: FATHER MOTHER SISTER BROTHER liefert keine emotionalen Abkürzungen, sondern fordert Geduld und Aufmerksamkeit – ein typischer Jarmusch wie in "Stranger than Paradise" oder "Paterson". Mit trockenem Humor, wenig Handlung, viel Musik und langen Einstellungen. Lakonisch und lässig – Jim Jarmusch eben.
Silent Friend
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Ein Tag ohne Frauen
Doku zum Internationalen Frauentag
Regie: Pamela Hogan
Land: Island, USA 2024
Länge: 71 Min.
FSK: o. Al.
OmU
Ein Tag ohne Frauen thematisiert den großen Frauenstreik vom 24. Oktober 1975, bei dem 90 Prozent aller isländischen Frauen ihre berufliche und private Arbeit niederlegten und für Gleichberechtigung demonstrierten. 50 Jahre nach dem historischen Ereignis erzählen die Zeitzeuginnen die Geschehnisse aus ihrer persönlichen Perspektive. Ergänzt werden die Stellungnahmen durch Trickfilmsequenzen und durch Dokumentarmaterial aus den 70er Jahren.
Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“. Zum ersten Mal von den Frauen selbst erzählt und mit spielerischen Animationen versehen, ist EIN TAG OHNE FRAUEN subversiv und unerwartet lustig. „Wir liebten unsere chauvinistischen Schweine“, erinnert sich eine der Aktivistinnen, “wir wollten sie nur ein wenig verändern!“ Der Film erschien pünktlich zum 50. Jahrestag des Streiks am 24.10.2025 und regt mit seiner Botschaft über die kollektive Kraft der Frauen ihre Gesellschaft zu verändern dazu an, das Mögliche neu zu denken.
Am Sonntag 08. März bieten wir ab 18:00 Uhr ein Suppenbüffet an und servieren einen Begrüßungscocktail für jede Kinobesucherin
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Die progressiven Nostalgiker
Komödie / Reihe Zeitreisen
Regie: Vinciane Millereau
Land: Frankreich, Belgien 2025
Länge: 103 Min.
FSK: ab 6 Jahren
Darsteller*innen: Elsa Zylberstein, Didier Bourdon, Mathilde Le Borgne
In DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER ist Freiheit stets nur einen Flügelschlag von der Vergangenheit entfernt. Regisseurin Vinciane Millereau trifft mit rotzfrechem Humor, präzisem Sarkasmus und pointierter Situationskomik den Nerv der Zeit. Der Film nimmt die Heilsversprechen der Gegenwart bissig aufs Korn und erzählt zugleich von der wunderbaren Relativität der Geschichte.
Ein Familienidyll im Frankreich der 1950er: Michel (Didier Bourdon), durchschnittlicher Bankangestellter und Ernährer, und seine Frau Hélène (Elsa Zylberstein) leben ein scheinbar perfektes patriarchales Glück. Ein Kurzschluss der neuen Waschmaschine katapultiert sie jedoch ins Jahr 2025 – und stellt alles auf den Kopf. Die Rollen sind vertauscht: Hélène findet sich überraschend souverän als karrierebewusste Powerfrau zurecht, während Michel als Hausmann im Smart Home scheitert. Statt Autorität braucht er nun Empowerment, während Hélène die Freiheit der Emanzipation genießt. Doch die moderne Welt hat ihre Tücken: ein störrischer Sprachassistent, Möbel zum Selbstaufbau, Hundekot auf Gehwegen und eine Tochter, die ihre Freundin heiraten will. Für Michel ist das Maß voll. Er will zurück in die „gute alte Zeit“ – wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine zur Zeitreise programmiert.
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