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Im Oktober

Liebes Klappenpublikum,

 

was macht uns zu Menschen? Und wieviel Menschsein möchten wir in Zukunft – in welchem Glauben auch immer – an Maschinen abgeben? Fragen, die sich mit immenser Wucht in immer mehr Bereiche unseres Alltags drängen. Doris Dörrie, eine der renommiertesten deutschen Regisseurinnen, hat sich des Themas mit ihrer gewohnt ironisch unverblümten Art angenommen und schickt in „Frau Winkler verlässt das Haus“ einen Pflegeroboter ins Rennen – für Hilfe in allen möglichen Alltagssituationen – aber auch noch mehr als das? In „Verflucht normal“ zeigen wir, wie nur Menschen mit ihrer Fähigkeit zur Empathie hinter einer Fassade von gravierendem Anderssein den wahren Charakter eines Mitmenschen erkennen können.
Wie ein einzelner Mensch Großes bewirken kann, wenn er seine Ziele hartnäckig genug verfolgt, dokumentiert ebenso anschaulich wie überzeugend der Film „Wie geht Natur“ über Michael Succow, Brandenburger Naturschutzpionier und Träger des alternativen Nobelpreises, den wir wegen großer Nachfrage nochmal ins Programm aufgenommen haben.

Im Film „Lügen über meine Mutter“ – der Filmadaption des gleichnamigen Romans von Daniela Dröscher – überzeugt Rosalie Thomass nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Drehbuchautorin. In ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau zeigt sie, wie die Protagonistin sich nach Jahren der Demütigungen und Unterdrückung durch ihren Ehemann endlich emanzipiert.

Im Rahmen der von Petra Daubek initiierten Ausstellung „stofflich.sinnlich.wirklich“ (bis 06.01.27 im Sandel’schen Museum zu sehen) präsentieren wir eine von ihr ausgewählte Künstlerin. Der Film „Eva Hesse“ porträtiert eine außergewöhnliche Kunstschaffende, deren Name vielen heute unbekannt sein mag, doch in den 1960er-Jahren feierte man sie in New York für ihren radikalen Materialmix und ihren ungestümen Ausdruckswillen. Bis heute prägt ihr Werk die zeitgenössische Kunstwelt und gilt als wegweisend für Generationen von Künstler:innen.

Anlässlich der diesjährigen Interkulturellen Woche läuft in den ersten Oktobertagen zunächst „Wohin der Wind uns trägt“. Er spielt in Tunesien, wo die Perspektiven für die junge Generation mehr als haarsträubend sind. Das wollen die rebellische Alyssa und ihr treuester Freund, ein begabter Zeichner, nicht kampflos akzeptieren und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise. Neue Wege entstehen dort, wo Menschen bestehende Grenzen infrage stellen. „Die Schule des Mutes – Rule Breakers“ erzählt von jungen Afghaninnen, die mit Bildung und Technik ihre Möglichkeiten erweitern und beweisen, dass aus einer Idee eine Bewegung werden kann. Mit „Bibi Bloxberg - Die total verhexte Zeitreise“ wird’s dann turbulent. Es ist nicht nur ein fieser Diebstahl aufzuklären, es muss auch noch ein Weg aus der Vergangenheit zurück in die Gegenwart gehext werden. Über die Tage der Muswiese legen wir auch dieses Jahr wieder eine Pause ein (8.-15.10.). Mit einem Musikalischen Brunch möchten wir uns für Eure Treue und fortwährende Unterstützung bedanken und bieten am 4. Oktobersonntag Leckeres bei Live-Musik mit dem „Alakart - Trio“ für ein geselliges Zusammensein und regen gegenseitigen Austausch. Dafür bitten wir um Reservierung. Im Anschluss könnt ihr bei uns bei „Vintage und Mehr“, Hübsches aus unseren Kleiderkammern schoppen. Kommt zum gemeinsamen Stöbern und Plaudern. Und auch wenn Ihr mit regionalen Spezialitäten wohlig gestärkt in einen Film gehen oder einfach zusammen einen gemütlichen Abend verbringen wollt, bitte kurz anrufen und reservieren. Bis demnächst in unserem kleinen Lichtspieltheater.


Wir freuen uns auf Euch! Euer Klappenteam


Mit dem Bus RB72 von Crailsheim und Gerabronn gemütlich und stündlich in die Klappe

fahren!

Täglich
 18:00 bis 21:30 Uhr

Gerichte aus unserer Tageskarte

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Lecker speisen in der Klappe

Auf unserer Speisekarte finden Sie regionale, saisonale, vegetarische, sowie auch vegane, glutenfreie oder laktosefreie Gerichte und Gerichte mit Fleisch von uns bekannten Bauern und Jägern.
Die Rezepte stammen aus aller Welt, angelehnt an unser Filmangebot.
Fall Sie unter einer Lebensmittelunverträglichkeit leiden,sprechen Sie uns an.

Wählen Sie zwischen Angeboten mit Fleisch aus der Region,
vegetarischen und veganen Gerichten.

Unsere Karte variiert wöchentlich mit saisonalen Angeboten.


Bitte Reservieren Sie rechtzeitig!

Dokumentarfilm


Wegen großer Nachfrage zeigen wir den Film vom16.10. bis 21.10. nochmals an drei Terminen.

 

Wie geht Natur?!


Regie: Jakob Friedrich

Land: Deutschland 2025

Länge: 60 Min.

keine Altersbeschränkung

Protagonist:innen: Michael Succow, Michael Otto, Hannes Knapp, Ulf Müller-Helmbrecht, Peter Schauerte

 

Wie schafft man es, inmitten eines politischen Umbruchs fast fünf Prozent eines ganzen Landes unter Naturschutz zu stellen? Und wie gelingt es einem einzelnen Menschen, Landschaften für kommende Generationen zu bewahren? Genau diesen Fragen widmet sich der bewegende Dokumentarfilm „Wie geht Natur?!“ Der Film ist weit mehr als eine klassische Naturdokumentation. Er erzählt eine ostdeutsche Heldengeschichte, einen politischen Krimi und zugleich eine zutiefst persönliche Familiengeschichte. Im Mittelpunkt steht der Brandenburger Biologe, Moorforscher und Träger des Alternativen Nobelpreises Prof. Dr. Michael Succow, der zu den bedeutendsten Naturschützern Europas zählt. Bereits als Kind fiel Succow in der DDR als leidenschaftlicher Vogelkundler auf. Später wurde er zum unbequemen Wissenschaftler, der sich nie dem System unterordnen wollte. Gerade diese Haltung machte ihn in der Wendezeit zu einer Schlüsselfigur. Gemeinsam mit wenigen Mitstreitern nutzte er das historische Zeitfenster rund um den Mauerfall und entwickelte innerhalb weniger Monate das größte Naturschutzprogramm, das Deutschland je gesehen hat. Bis zum 3. Oktober 1990 entstanden: 5 Nationalparks, 6 Biosphärenreservate und 3 Naturparks neuer Prägung.
Der Film schlägt dabei bewusst eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Er zeigt nicht nur die historischen Ereignisse rund um die Wiedervereinigung, sondern auch heutige Initiativen für Moore, Urwälder und gesunde Böden. Geschichten des Gelingens statt Katastrophenszenarien.